Ich war wirklich aufgebracht, weil sie, meine eigene Mom, mir nicht vertraute. Sie dachte doch allen Ernstes, dass ICH ein Vampir sei. Wieso vertraute sie mir nicht? Ich bin doch kein Vampir, sehe ich etwa so blass aus? Oder wusste sie etwa mehr als nur, dass es Vampire hier gab...? Gerade als ich zur Tür reinkam und in das Arbeitszimmer meiner Mom kam, sah ich wie sie gerade telefonierte und den Hörer in dem Moment weglegte. „Mom? Wieso hast du mir Eisenkraut in den Kaffee getan?“ fragte ich sie, doch sie tat so als würde sie nicht wissen was ich meinte. „Ach komm schon, lass uns den Teil überspringen, wo wir so tun als würden wir nichts von Vampiren wissen.“ sagte ich und sah sie fordernd an. Mom sah einfach nur geschockt aus, aber sie konnte sich auch genauso schnell wieder besinnen. Okay... das liegt einfach daran, dass du so oft mit Caroline zusammen bist.“ sagt sie und ich versuchte ihr nicht in die Hand zu spielen. „Was hat Caroline damit zu tun?“ sagte ich und meine Mom gab mir mit meinem Satz indirekt zu verstehen, das wir nicht so tun sollten, als wüssten wir nicht das sie ein Vampir sei. Daraufhin meinte sie auch gleich, dass sie ein Monster sei und ich sah sie entsetzt an. Ich ging auf sie zu und sah ihr direkt in die Augen. „Sie soll ein Monster sein?... Du hast keine Ahnung oder, … was ich bin?“Sie sah mich nur unwissend an. „Ich bin das Monster, nicht Caroline!“ sagte ich noch und wartete gar nicht auf ihre Antwort. Stattdessen nahm ich sie bei dem Arm und ging mit ihr zum Keller unserer Vorfahren.
Sie sah mich die ganze Zeit, als ich sie zum Keller halb zerrte und hoffte, dass alles gut gehen würde. Denn ich wollte ihr sicher nicht schaden, aber sie musste einfach die Wahrheit erfahren, wenn sie schon die ganze Zeit gegen Caroline hetzte, nur weil sie eben ein Vampir war. Doch ich war doch nicht besser, als Werwolf. Auch ich bin brutal und vielleicht sogar schlimmer als sie. „Es tut mir leid, aber du kannst dir nicht vorstellen, was ich oder Onkel Mason sind, oder waren. Es liegt in unserem Blut einfach!“ sagte ich ihr, aber sie war einfach entsetzt und wehrte sich. Sie wusste einfach nicht was ich von ihr wollte und meinte immer, was ich denn nur vor hätte. Als wir dann endlich im Keller ankamen und ich ihr noch einmal gegenüber stand sagte ich ihr: „Was du gleich sehen wirst, wird dich sicher schocken, aber du musst einfach sehen, um mir glauben zu können.“ sagte ich und ging sofort zu den Ketten um sie fester zu machen. Dann bemerkte ich wie sie noch immer total verwirrt da stand und ich sah sie kurz an ehe ich zu ihr hin lief und sie einfach hinter die Gitter sperrte. „Es tut mir leid, aber das muss sein. Du musst es dir ansehen und hier bist du einfach am sichersten!“ sagte ich und sie versuchte sich kurz zu wehren, aber gegen mich hatte sie schnell nachgegeben. “Tyler? Was soll das, was passiert hier? sagte sie während ich schon die Tür abgekettet hatte und sofort wieder zu den Ketten, die ich gerade befestigt hatte, ging. Ich versuchte sie an mich zu ketten um nicht abhauen zu können und im nächsten Moment spürte ich wie ich einen heftigen Schlag vernahm. Es war wieder so als würde mich alles zerreißen und ich hatte keine Ahnung mehr wie mir geschah. Denn irgendwie wurde alles schlimmer, wie auch bei den letzten paar malen und ich wollte am liebsten schreien und ich bemerkte ich wie ich es auch dann tat. Ich war nur froh, dass Caroline nicht da war, aber mir machte es auch Sorgen, dass Mom hier war. Plötzlich ging alles ganz schnell und ich sah alles nur noch verschwommen vor mir, ich wusste nicht mehr was nun als nächstes geschah, das nächste was ich wieder wahrnahm mit meinem Blick war: Mom! Mom wie sie total verängstigt im Kerker saß und mir beteuerte, dass sie Caroline nichts tun würde und auch dafür sorgen würde, dass ihr nichts passieren würde.
Ich sagte einfach nur „Danke!“ und sie sah mich weiterhin total geschockt an, was ich ihr nicht verübeln konnte. Am liebsten hätte ich mich jetzt bei ihr entschuldigt, aber ich konnte gerade nichts weiter sagen. Deshalb lag ich noch immer da, ohne Klamotten, ohne nichts. Langsam sah ich mich gezwungen, mich aufzurichten und es war mir auch peinlich, selbst wenn es meine Mom war die mich so sah, aber ich konnte sie ja schlecht hinter Gittern lassen. Also suchte ich ein paar meiner Fetzen von Klamotten und verbarg ein wenig meinen Körper. Dann ging ich zu ihr und öffnete das Gitter. „Es tut mir leid, dass du dir das ansehen musstest.“ sagte ich und sie nickte nur und umarmte mich herzlich. Es war das erste mal seit langem, dass wir uns wieder wie Mom und Son vorkamen. Nach einer Weile, hörte sie auf, und sie sagte zu mir, dass sie mir schnell Klamotten holen würde. Daher war ich alleine zurückgeblieben und wartete darauf, dass sie wieder kam. Ich war noch immer leicht geschockt und doch erleichtert!